Zurück zur Seite
Was sind Hutewälder?
Hutewälder sind Wälder, die als Waldweiden genutzt wurden. Das Nutzvieh wie Schweine und Rinder wurde in den Wald getrieben, wo es sich von Baumfrüchten, Wildobst, Pilzen, Wildkräutern sowie den Trieben und Knospen junger Bäume ernährte. Die Hutung ist eine sehr alte Landnutzungsform. Das Wort Hutung leitet sich von Vieh hüten ab. Hutewälder sind im Naturpark z.B. bei Wilsede erhalten geblieben.
Die Wälder der Region
Mehr über die Wälder unserer Region erfahren Sie im Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide in Ehrhorn. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.
„Schlummernd jüngst in Waldesraum,
Hatt ich einen hübschen Traum:
Etwas regt sich in der Hecke,
Etwas klimpert im Verstecke.“
Conrad Ferdinand Meyer
Der Wald im Naturpark hat sich wieder Platz verschafft!
Etwa 35% der Fläche im Naturpark Lüneburger Heide sind heute Wälder, die vielfältige Aufgaben wahrnehmen. So stellen sie zum Einen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor durch die Produktion des nachwachsenden Rohstoffes Holz dar und sind zum Anderen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, ökologischer Ausgleichsraum und wichtiges Erholungsgebiet.
Nicht immer gab es soviel Wald in der Naturparkregion. Nachdem sich nach der Weichsel- und Saaleeiszeit das Klima verbessert hatte, breiteten sich zunächst die Birke und Kiefer aus, dann folgten die Eichenmischwälder und schließlich Buchenwälder. Doch dann rodete der Mensch die Wälder und entzog diesen Nährstoffe, um Ackerbau- und Viehzucht zu betreiben. Zudem gab es nach der Bronzezeit einen hohen Holzbedarf für die Eisenverhüttung. Auf den entwaldeten Flächen entstanden immer größere Heideflächen. Fast vollständig zurückgedrängt, konnte sich der Wald im 19. Jahrhundert, als die Heidebauernwirtschaft nach und nach aufgegeben werden musste, dann wieder mehr Platz verschaffen und man begann mit Wiederaufforstungen.
Heute findet man im Naturpark Lüneburger Heide noch Reste der historisch alten Wälder. Auch Hutewälder sind noch anzutreffen. Insgesamt dominieren im Naturpark Wälder mit Nadelholz. Das heutige Ziel von Waldumbaumaßnahmen ist die Entwicklung von Mischwäldern. So wird der alte Kiefernbestand allmählich durch die natürliche Sukzession, aber auch durch gezielte Verjüngung in einen mehrstufigen Mischwald überführt. Die Konzepte zum nachhaltigen Waldan- und -umbau müssen heute auch die Auswirkungen der Klimawandels berücksichtigen.




