Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Das Kerngebiet des Naturparks umfasst gleichzeitig sein wohl berühmtestes Naturschutzgebiet "Lüneburger Heide". Auf dieser Seite erfahren Sie Wissenswertes zu seiner Entstehung, wir geben jedoch auch Hinweise zu einem verantwortungsvollen Besuch mit unserer schützenswerten Natur.

Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist das älteste Naturschutzgebiet in Deutschland und das größte FFH-Gebiet in Niedersachsen. Auf europäischer Ebene ist es als „Special Protection Area“ nach der Vogelschutzrichtlinie und als „Special Area of Conservation“ nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Gebiet) ausgewiesen und damit Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000. Bereits seit 1967 ist das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide mit dem "Europäischen Diplom für geschützte Gebiete" (Europadiplom) ausgezeichnet.

Dies ist eine Auszeichnung des Europarates für Naturgebiete von "internationaler Bedeutung und von europäischem Interesse im Hinblick auf den Schutz des natürlichen Erbes und auf die Erhaltung ihres ästhetischen, kulturellen und/oder Erholungszwecken dienenden Wertes". Dieses Diplom wurde bisher an 71 Gebiete in 26 Ländern vergeben. Die ausgezeichneten Gebiete verfassen jährlich einen Bericht über die Entwicklung sowie über aktuelle Ereignisse. In regelmäßigen Abständen findet eine Begutachtung durch einen Sachverständigen statt. Dieser erstellt einen Bericht, aufgrund dessen neue oder geänderte Auflagen, Empfehlungen oder auch eine Nicht-Verlängerung resultieren können. Ausgezeichnet von 1967 bis heute: ein toller Erfolg!

Die kleinste Bewegung ist für die ganze Natur von Bedeutung; das ganze Meer verändert sich, wenn ein Stein hineingeworfen wird.

(Zitatgeber: Blaise Pascal)

Sicher wird dem Besucher des großen Naturschutzgebietes Lüneburger Heide auffallen, dass im Naturschutzgebiet

  • grüne dezente Schilder den Weg weisen,
  • viele Wege nicht asphaltiert und einige auch naturbelassen sind,
  • Kutschen statt Autos die Gäste nach Wilsede bringen und
  • die Hunde an der Leine geführt werden müssen.

Dies mag den einen oder anderen Besucher, der z.B. schnell nach Wilsede kommen möchte oder zwischendurch sein Rad mal durch den Sand schieben muss, schon mal ärgern. Alles dies hat aber einen guten Grund: Sie erleben und erhalten das einmalige Landschaftsbild der historischen Heidelandschaft und schützen damit auch Tiere und Pflanzen.

Bitte beherzigen Sie daher die Richtlinien der NSG-Koordinierungsgruppe. Hierdurch leisten Sie einen wertvollen Beitrag zum Schutz und Erhaltung des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide. Vielen Dank!