Naturpark-Schulen

Netzwerk Naturpark-Schulen

Der Naturpark Lüneburger Heide arbeitet eng mit den Schulen der Region zusammen und hat 2016 die erste Naturpark-Schule Niedersachsens eingeweiht.

Kern des Netzwerks Naturpark-Schulen ist der Aufbau einer festen, dauerhaften Kooperation zwischen den Naturparken und Schulen. Durch die Zusammenarbeit mit den Schulen werden wichtige Themen aus den Naturpark-Regionen wie biologische Vielfalt, Natur und Landschaft, Kultur und Handwerk sowie Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Unterricht oder auch in Exkursionen oder Projekttagen der Schulen behandelt. Des Weiteren werden außerschulische Partner wie Förster, Naturschützer und Landwirte einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler lernen auf diese Weise ihre Heimatregionen kennen und werden für das Einzigartige dieser Region begeistert.

Zusätzlich zur reinen Wissensvermittlung zu verschiedenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Themen der jeweiligen Region gehört dabei vor allem die Vermittlung von Gestaltungskompetenz zu den Grundlagen des Projekts. Kinder werden in die Lage versetzt, zu hinterfragen, welche Rolle sie bei den behandelten Themen spielen und welche Gestaltungsmöglichkeiten sie haben. Ganz nebenbei lernen sie dabei Begriffe und Zusammenhänge einer nachhaltigen Entwicklung kennen. Sie werden somit durch das Projekt in die Lage versetzt, nachhaltige Lebens- und Konsumentscheidungen zu treffen und aktiv zur nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft beizutragen.

Naturpark-Schule werden

Am Anfang steht das beiderseitige Interesse von Naturpark und Schule an einer verbindlichen Zusammenarbeit, die über einmalige Aktionen hinausgeht. Damit die Schule als Naturpark-Schule vom Dachverband der Deutschen Naturparke VDN offiziell ausgezeichnet werden kann, gehen beide Institutionen eine gemeinsam ausgearbeitete Kooperation ein, welche den Inhalt der Zusammenarbeit und die jeweiligen Zuständigkeiten und Ziele genau erfasst. Diese Kooperationsvereinbarung soll vor allem auf die Bedürfnisse der jeweiligen Schule (und natürlich der Schülerinnen und Schüler!) zugeschnitten sein und als Arbeitsgrundlange der folgenden Jahre dienen.

Die inhaltliche Dimension der Zusammenarbeit zielt dabei auf eine intensive Einbeziehung der regionalen außerschulischen Lernorte ab und orientiert sich an den gültigen Bildungs- und Lehrplänen der jeweiligen Klassenstufen. Ein Beispiel: steht für die 3. Klassen einer Grundschule das Thema "Wasser" auf dem Lehrplan, so erarbeiten Schule und Naturpark gemeinsam eine Exkursion zu einem regionalen Klärwerk oder besuchen unter fachkundiger Anleitung ein ökologisch besonders wertvolles Gewässer in der Umgebung der Schule. Diese Ausflüge werden im Unterricht mit den Kindern vor- und nachbereitet und ergänzen und bereichern damit gezielt die Arbeit an der Schule.

Auch einige formale Kriterien muss die Kooperation erfüllen, damit das offizielle Zertifikat verliehen werden kann - hier die wichtigsten:

  • Die Schule liegt in einer Gemeinde des Naturparks Lüneburger Heide.
  • Das Thema "Naturpark-Schule" wird als Schulentwicklungsvorhaben umgesetzt und in Abstimmung mit den Zielen und Aufgaben des Naturparks im Schulprogramm bzw. Leitbild der Schule verankert.
  • Die Schule benennt mindestens einen Ansprechperson, die für die Planung, den Informationsaustausch sowie die Dokumentation verantwortlich ist.
  • Die Umsetzung der Inhalte der Kooperation wird jährlich dokumentiert und es wird regelmäßig öffentlich darüber informiert.

Wie das Ganze dann tatsächlich funktionieren und eine Schule bereichern kann, dazu finden Sie in dieser Rubrik auch eine Übersicht unserer Naturpark-Schule(n) sowie deren Projekte und Aktionen.