Ein Weg durch die Heide aus der Perspektive eines Radfahrers

Die Heide-Kunst-Tour

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Alternativtext: Eine einfache Zeichnung eines Fahrrads und dreier Bauklötzchen

Diese Tour führt Sie auf 54 Kilometern (oder als Teilrundkurs auf knapp 100 km) durch die anregende Kunstlandschaft des Naturparks Lüneburger Heide.

Das Zusammenwirken von Mensch und Natur hat die Heidelandschaft geprägt. Künstlerinnen und Künstler reagieren darauf und ermöglichen es, neue Blicke auf dieses spannungsreiche Verhältnis zu werfen. Ihre Werke laden zu aufmerksamer und genauer Wahrnehmung ein. Im „Schnuckendorf“ Neuenkirchen finden Sie mit dem Springhornhof einen guten Startpunkt für Ihre Erkundung der Kunst in der Heide. Die historische Hofanlage wird seit den 1960er Jahren als Ort für Ausstellungen genutzt. Sie erhalten dort fachkundige Informationen zu dem Kulturprojekt KUNST-LANDSCHAFT. Ausgerüstet mit einem Lageplan können Sie sich von dort aus auf einen Radwanderweg begeben, der sie zu den momentan 38 Außenskulpturen führt.

In Schneverdingen vermittelt das Heimatmuseum „De Theeshof“ einen lebendigen Einblick in das bäuerliche Leben vergangener Zeiten und ist gleichzeitig ein moderner Veranstaltungsort für Theateraufführungen, Lesungen und Filmabende.

Im ehemaligen Häuslingshaus des Hofes, dem heutigen Frido-Witte-Haus, zeigt eine ständige Ausstellung das Werk des in Schneverdingen geborenen Malers und Grafikers. Ein bemerkenswertes Landschaftskunstprojekt entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Camps Reinsehlen. Nach Jahrzehnten militärischer Nutzung macht der Künstler Jeppe Hein mit dem Projekt „Parcours“ auf der mittlerweile größten Magerrasenfläche Deutschlands die Spuren der Vergangenheit sichtbar und lässt die Besucher das Wiederaufleben der Natur erleben.

Auf dem nahe gelegenen Höpenberg lebte und arbeitete der Maler Allda-Eugen de Bruycker. Im Atelier de Bruycker lädt eine ständige Gemäldeausstellung dazu ein, den bedeutenden Landschaftsmaler kennen zu lernen. Seinen Motiven begegnen Sie auf Ihrer Tour, die Sie durch die schönen, weiten Heideflächen im Landschaftsschutzgebiet Höpen führt. Von vielen Stellen des Höpenberges können Sie den Fernblick auf den Wilseder Berg genießen. Damit haben Sie das nächste Ziel schon vor Augen. Das Heidemuseum „Dat ole Hus“ in Wilsede, 1742 erbaut, ist das älteste Bauernhaus der Heide und vermittelt Wissenswertes über die Geschichte des Miteinanders von Mensch und Natur. Vorbei an einem der Ursprungsgebiete des Naturschutzes, dem „Totengrund“, über die Heidehochfläche „Auf dem Töps“ führt Sie Ihre Kunstreise nach Hanstedt. Im dortigen Ortsteil Dierkshausen lebte und arbeitete seit 1958 der Bildhauer Max Schegulla. In Hanstedt treffen Sie auf seinen „Riesen Bruns“ und in der Evangelischen Kirche finden Sie sein Holzrelief mit der Darstellung der Taufe Jesu.

In Jesteburg verbindet die Kunststätte Bossard Malerei, Architektur, Bildhauerei und Gartenkunst zu einem vom Expressionismus geprägten Gesamtkunstwerk. Eine andere Kunstgattung ist mit dem idyllischen Bendestorf verbunden. Seit 1947 wurden dort Kino- und Fernsehfilme gedreht, darunter „Die Sünderin“ mit Hildegard Knef und „Ave Maria“ mit Zarah Leander. Über dieses Kapitel der Heide-Kunst informiert das Filmmuseum Bendestorf.

  • Interaktive Karte

    Mithilfe von Google-Maps können Sie sich die Themenrouten durch den Naturpark Lüneburger Heide als interaktive Darstellung ansehen.